Ich interviewe mich selbst
Shownotes
In dieser besonderen Folge von Stefan's Sofa Talk nehme ich dich mit auf eine sehr persönliche Reise durch meine musikalische Vergangenheit. Von den ersten Gitarrenklängen im Elternhaus bis zu Auftritten auf der Fifth Avenue in New York – ich teile die Stationen, die mich geprägt haben.
Du erfährst, warum bestimmte Bands und Homestories für mich unvergesslich bleiben, wie eigene Songs entstanden und welche magischen Momente ich mit meinem Sohn und Musikern wie Truck Stop oder Larry Schuba erleben durfte. Lass dich von Anekdoten inspirieren, die zeigen, wie Musik Leben verbindet. Am Ende wartet ein Gitarrensolo meines Sohnes – der perfekte Abschluss für diese musikalische Zeitreise.
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00:00:00: Ich werde damit beginnen, mich bei meinen Eltern für die schöne Zeit, die wir zusammen verbringen durften, auf das herzlichste zu bedanken.
00:00:09: Sie gaben mir und meinem Bruder ein liebevolles Zuhause.
00:00:14: Sie ermöglichten uns unsere Träume.
00:00:17: Wünsche und Ziele zu erfüllen.
00:00:20: Mein Bruder bekam ein Schlagzeug, ich eine Gitarre und das war eine harte Zeit für unsere Eltern.
00:00:25: Und mit gefühlt einem Wimper-Schlaf vergeben wir so locker, fünfundzwanzig Jahre und fragst dich, als das absolute Top-Highlight und der schönste Tag, der mir von allen Tagen, die mir in Erinnerung geblieben sind, die Nummer eins für immer bleiben wird.
00:00:49: Hallo und willkommen zu einer neuen Folge von Stefan's Sofa Talk.
00:00:54: Ich habe heute einen Gast in meinen Podcaststudio eingeladen, der mir eigentlich nie von meiner Seite weicht.
00:01:01: Genau, ich spreche von mir.
00:01:03: Ich werde in der heutigen Folge Fragen zu bestimmten Themen an mich stellen und ich hoffe sehr, dass ich diese zufrieden Stellen beantworten werde.
00:01:12: Und damit möchte ich dich, Stefan, ganz herzlich zu einem Sofa Talk der besonderen Art begrüßen.
00:01:18: Ja, vielen Dank, dass ich heute und bei jeder weiteren Stefan-Zovertalk-Folge dabei sein werde.
00:01:25: Die heutige Folge ist auch aus meiner Sicht eine besondere Folge, zumal mich diese Art des Gesprächs sehr stark an einen Hitchcock-Klassiker erinnert.
00:01:35: Okay, das möchte ich erst mal nicht weiter kommentieren und gleich zu meinem ersten Gesprächsthema überleiten.
00:01:44: Du hast in den vielen Jahren, die du bereits auf dieser Kugel weilst, einiges erlebt und erfahren.
00:01:50: Welche Station deines Lebens sind dir ganz besonders in Erinnerung geblieben?
00:01:58: Wo soll ich denn da anfangen?
00:02:00: Sollte ich bei meiner frühesten Kindheit beginnen, die mir ein harmonisches Elternhaus bescherte, eine Zeit, in der mein Bruder und ich ein bis dato sorgenfreies Leben führten, bis die Schule begann.
00:02:12: Und dann war es mit dem schönen Leben vorbei und der harte Teil begann.
00:02:16: Schatz, weiß halt alles gut.
00:02:18: Nein, ich ... Ich werde damit beginnen, mich bei meinen Eltern für die schöne Zeit, die wir zusammen verbringen durften, auf das herzlichste zu bedanken.
00:02:28: Sie gaben mir und meinem Bruder ein liebevolles Zuhause.
00:02:33: Sie ermöglichten uns unsere Träume.
00:02:36: Wünsche und Ziele zu erfüllen, was bei Weitem nicht einfach war.
00:02:41: Mein Bruder bekam ein Schlagzeug, ich eine Gitarre und das waren harte Zeiten für unsere Eltern.
00:02:47: Also was ich damit sagen will, unsere Eltern haben uns bei allen Dingen so gut es ging unterstützt, wofür ich unendlich dankbar bin.
00:02:55: Die beiden sind vor ein paar Jahren verstorben, die Zeit mit ihnen wird mir und mein Bruder ganz besonders in Erinnerung bleiben.
00:03:02: Verweilen wir noch etwas in der Vergangenheit, wenn du magst.
00:03:06: Du sagst, du Spieltsgitarre.
00:03:08: Gibt es noch andere Instrumente, die nicht vor dir sicher sind?
00:03:12: Oh ja, und da muss ich wieder einige Jahre zurückgehen.
00:03:16: Ich habe vergessen vorher zu erwähnen, dass mein Bruder sieben Jahre älter ist als ich.
00:03:21: Unser Großvater, ich sagte mal unser Opa, war Mitglied in einem Spielmannzug in unserem Ort und er hat mein Bruder zu einem ihrer Übungsabende mitgenommen und schnell stellte sich heraus, dass mein Bruder zwei glückliche Händchen hatte, was das Trommeln auf einem Tisch anging.
00:03:38: Sollte jetzt einen Tischler oder Tischlerin diese Folge hören und Mitleid mit der damaligen Tischplatte haben, möchte ich ich kurz erwähne, dass diese Tischplatte durch ein Bierdeckel die Schläge der Trommelstöcke ausreichend schützte, solange man nicht daneben schlug.
00:03:54: Die Übungsarmne bestanden also darin, die Tambore, so heißen die Trommler im Spielmannzug, die Märsche, die einen Spielmannzug spielt, demnach auf dem Tisch zu üben, wobei die Hornisten, so nennt man die Querflötenspieler, die den melodischen Part in einem Spielmann zurück übernehmen, in einem Nebenraumprum konnten, wo auch unser Opper sich auffielt, da er die Hornisten trainierte.
00:04:20: Um die Instrumentierung an den Spielmann zu komplettieren, möchte ich nur kurz erwähnen, dass es noch Pauke und Becken gibt, also das sogenannte Schlagzeug, und nicht zu vergessen die Lyran.
00:04:31: ein sogenanntes Metallophon, das aus bis zu sieben zwanzig waagerechten Klangplatten aus Metall besteht und mit einem Holz, Gummi oder Kunststoffschläge gespielt wird.
00:04:43: Kennst du bestimmt aus deiner Kindheit?
00:04:45: Das ist aber auch ein vielfaches Kleine und leichterweils die besagte Löhre.
00:04:50: Mein Bruder war damals der jüngste Spielmann in diesem Verein und spielte die kleine Trommel.
00:04:55: Und was soll ich sagen?
00:04:56: Eine Jahre später ereilte mich genau dasselbe Schicksal.
00:04:59: Ich wurde von unserem Opa zu einem Übungsabend mitgenommen.
00:05:03: Ich trommelte ebenfalls auf geschützten Tischplatten und lernte drei Märsche an einem Abend, was unserem Tamba Major, der mein Trainer war, jedes Mal ein fassungsloses Kopfschütteln vor Begeisterung entlockte, wogegen manch anderer Spürmann einen Marsch in einem Monat noch nicht drauf hatte.
00:05:21: Da hatte ich wohl einen Talent geerbt.
00:05:23: Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass du an dieser, ich sag mal, Spielmannshoch-Ära sehr viele gute Erinnerungen hast.
00:05:31: Das kannst du wohl laut sagen.
00:05:33: Es waren unzählige Auftritte, Kirmisse, Schützenfeste, Königsbälle von Schützenvereinen, Ständchen, damit unter anderem so private Überraschungsauftritte von uns gemeint, die die Angehörigen eines Juillars beauftragten, um diese mit unserem Auftritt zu überraschen, kam immer sehr gut an.
00:05:52: Das absolute Highlight meiner, ich sage mal, Spielmanns-Karriere war, das wird mir immer in Erinnerung bleiben, auch wenn es schon so lange her ist, der Auftritt bei der Stäumenparade im September, in New York, USA.
00:06:07: Dort marschierten wir auf der Fifth Avenue.
00:06:09: Das war und ist ein unvergessliches Erlebnis, das ich mit meinen damaligen Dreizehn Lebensjahren erfahren durfte.
00:06:17: Und somit ist jetzt auch mein Alter kein Geheimnis mehr.
00:06:21: Dein musikalischer Werdegang zog sich mit der Gitarre um den Hals und Bauch weiter fort.
00:06:27: Was waren in dieser Zeit die Station deiner besonderen Erinnerungen?
00:06:32: Das fing mit der Gründung einer Schulband an.
00:06:36: Dort lernte ich auch meinen damaligen Kumpel Heuger kennen, der bereits in jungen Jahren ein ambitionierter Keyboarder war und aus einer sehr musikalischen Familie stammt.
00:06:46: Und das Kurios ist, es war überhaupt kein Problem, bei ihm im Haus seine Eltern zu musizieren.
00:06:53: Sogar das Schlagzeug seines Vaters befand sich in einem Raum im Haus und da gab es jene Menge Sessions.
00:06:59: Das war der Hammer.
00:07:01: Anfangs spielten wir die berühmt berüchtigten Rock Songs nach.
00:07:05: Traten in einer T-Stube auf.
00:07:07: So nannte man in unserem Ort den damaligen Jungentreff.
00:07:11: Dort hatten wir unseren nächsten Drama kennen.
00:07:13: Das war ein Typ, der Springer-Stiefel trug, kam, glaube ich, aus der Punk-Szene.
00:07:19: Das war aber nur ein kurzes Gasspiel, das er bei uns gab.
00:07:22: Da er mit diesen Stiefeln auch Schlagzeug spielte und uns immer die Fußmaschine der Bass drum schrottete.
00:07:28: Dann ist es ein paar Jahre still um uns geworden.
00:07:31: Holger entwickelte sich zu einem Unterhaltungsmusiker und ich begann eine Ausbildung zum Industriekaufmann.
00:07:38: Und dann kommt das sprichwörtliche So Klein ist die Welt.
00:07:41: Ein Kollege von mir, der in der Entwicklungsabteilung saß, spielte in einer Unterhaltungsband die E-Gitarre und sang dazu.
00:07:49: Er erzählte mir davon, dass seine Band einen neuen Keyboarder hat.
00:07:53: Holger heißt da.
00:07:54: Was war eine Überraschung, mein damaliger Kumpel.
00:07:57: Gerd, mein Kollege, lud mich darauf hin, bei einem der nächsten Übungsabende doch mal vorbeizuschauen.
00:08:03: Und aus meinem Vorbeischauen wurden einige Jahre Aushilfsgitarist und Sänger bei einer Unterhaltungsband, die, wie ich finde, im Nachhinein ihrer Zeit voraus war.
00:08:13: Holger hatte sehr gute Ideen, hatte ein Händchen für Technik allgemein und im Besonderen das Mischen und die Studiotechnik waren sein Steckenpferd.
00:08:23: In unserem Ort-Gabend gibt es eine Musikerszene, in der fast jeder jeden kennt, also egal was für eine Musik-Genre der Musiker angehört.
00:08:31: Ich lernte einen Urgestein kennen, mit dem Holger und ich eine im wahrsten Sinne das Wortes Verrückterliche Zeit erlebten.
00:08:39: Ich spreche von dem Unvergessenen und leider viel zu früh verstorbenen Opernick, ein Gitarist und Sänger im Hauptberuf selbstständiger Malermeister mit einem viel zu großen Haus, welches wir als Band, die wir drei kurz Zeit später gründeten, als Übungsraum und Tonstudio sinnvoll nutzten, nachdem Opernicks Frau auszog und sich später scheiden ließ, was aber nicht unsere Schuld war.
00:09:02: Die Auftragsbücher füllten sich.
00:09:04: Für einige Jahre hatten wir einen Spezialvertrag mit einer Tanzschule, bei der wir jeden Freitag und Samstag die Abschlussbälle bestritten.
00:09:13: Beginn war jeweils um zwanzig Uhr und endete pünktlich um vierundzwanzig Uhr und keine Sekunde länger.
00:09:19: Das war leicht verdientes Geld.
00:09:21: An einem Gig der besonderen Art erinnere ich mich, weil dieser Tag einer der härtesten war, was ich in der Unterhaltungsbenzene bisher erlebte.
00:09:31: Es war ein Freitag, ich kam nach einem arbeitsreichen Tag nach Hause, zog mich kurz um, um danach ins Studio zu fahren.
00:09:40: Die Musikklamotten in unserem Bus einzuladen und gemeinsam fuhren wir an einem Ort, wo bereits ein Hochzeitspaar und ihre Gäste sehnsüchtig auf ihren heutigen Musikerwarteten.
00:09:52: Und wir haben an diesem Abend über zehn Stunden musiziert.
00:09:56: Das grenzte schon ein Quillerei.
00:09:58: Also nicht falsch verstehen.
00:09:59: Es war ein toller Abend.
00:10:01: Die Gäste und wir hatten viel Spaß miteinander.
00:10:04: Ich war aber froh, als ich zu Hause ankam und ich glaube, ich schlief sogar in meinen Klamotten ein.
00:10:10: So kaputt war ich.
00:10:12: Ja, ich weiß, was du sagen willst.
00:10:13: Da gab es noch einen Gig, der auf jeden Fall erwähnenswert ist.
00:10:17: Ja, dieser GIG war im Jahr nineteen sechsund neunzig.
00:10:21: Ich muss vorab erzählen, dass Holger, Opa Nick und ich eine Schwäche für Kantrimusik hatten und haben.
00:10:29: Und jedenfalls höre ich heute noch ab und zu diverse alte und auch neue Country-Songs.
00:10:34: Und unsere Band war bei einem Gig in Göttingen, die Vorband von den Cowboys Generation Truck Stop.
00:10:42: Die Jungs von der Waterkant in der Original-Besetzung Lucius Reichling, Cisco Bernd, Uwe Lost, Erich Doll, Teddy Ebing und Knut Beversdorf heizten dem Göttinger Publikum so richtig ein, aber vorbrachten wir die Hallau auf Betriebstemperatur.
00:10:57: Da hast du ja in deiner Musikerlaufbahn einiges erlebt und ich weiß ja aus eigener Erfahrung, dass das nur ein Bruchteil dessen ist, was in diesen Jahren so über die Bühne gelaufen ist.
00:11:08: Du hast ja nicht nur Covermusik nach Feierabend praktiziert, sondern auch eigene Songs geschrieben.
00:11:13: Und wenn wir vom Schreiben allgemein sprechen, bist du auch der Verfasser von diversen Home Stories.
00:11:19: Was hattest du damit auf sich?
00:11:20: Ich bin mir sicher, dass du da einiges zu erzählen weißt.
00:11:23: In der Tat.
00:11:24: Auch hier werde ich ein wenig ausholen, wenn du erlaubst.
00:11:28: Die Zeit der Homestories begann einige Jahre nach meinem musikalischen Werdegang.
00:11:34: In dieser Zeit war eine Menge bei mir geschehen, sowohl Gutes als auch weniger Erfreuliches.
00:11:38: So ist nun mal das Leben.
00:11:39: Aber der Reihe nach zum Thema Songs schreiben.
00:11:43: Als das absolute Top-Highlight und der schönste Tag, der mir von allen Tagen, die mir in Erinnerung geblieben sind, die Nummer eins für immer bleiben wird, ist im Februar, zweitausend, die Geburt meines Sohnes.
00:11:54: Und mit Gefühl einem Wimperschlag vergeben wir so locker, fünfundzwanzig Jahre und fragst dich, wie kann das sein?
00:12:01: Eben erst hast du den Jungen auf Händen getragen und kurz Zeit später kann ich dieser junge Mann auf seinen Schultern locker bis nach sonst wo hin tragen, aber ich schweife ab.
00:12:10: Kurzum.
00:12:11: In der Zeit, als ich noch meinen Sohn getragen habe, erinnerte ich mich daran, dass ich bereits vor seiner Geburt eigene Songs schrieb.
00:12:20: Das Thema für einen Song war sprichwörtlich geboren, was dazu führte, meinen Sohn einen eigenen Song zu widmen.
00:12:27: Später kamen noch weitere Songs dazu, was mir heute für meinen Podcast sehr zugutekommt.
00:12:32: Zumal ich niemanden um Erlaubnis bitten muss, mein musikalisches Intro und Outro in den Podcast einbetten zu dürfen, da diese aus meiner eigenen Feder stammen.
00:12:41: Was das Schreiben betrifft, übrigens ein weiteres Hobby von mir, zu einer kurzen Anmerkung zum Thema Hobby, wird in Kürze eine neue Folge bei Stefan's Sofa Talk erscheinen mit dem Titel, so viel Hobby braucht ein Mensch.
00:12:55: Wobei vor dem Wort ein in Klammern ein gesetztes K auf dem Kawa zu sehen sein wird.
00:13:01: Du bist herzlich eingeladen und freue mich, dich zu meiner kommenden Folge begrüßen zu dürfen.
00:13:06: Und zurück zum Thema Schreiben und zu der von dir erwähnten Home Stories gibt es folgende Geschichte zu erzählen.
00:13:15: In den neunziger Jahren lernte ich meinen damaligen Kumpel Dürk kennen, der ein ambitioniertes Country-Online-Magazin betreibt.
00:13:23: Zu der Zeit noch ein Nischenprodukt, welches von den renommierten Country-Printmagazinen anfangs nur müde belächelt, wenn nicht gar gänzlich ignoriert wurde.
00:13:32: Dirk verstand es, seine überragenden Kenntnisse der internationalen und nationalen Country-Musik-Szene geschickt für sich zu nutzen und baute in den kommenden Jahren sein Online-Magazin zu der Plattform für Country-Themen schlechthin auf.
00:13:46: Heute rangiert sein Magazin in den Suchmaschinen an oberster Stelle, während die Printmagazine bereits seit vielen Jahren schon nicht mehr existent sind.
00:13:55: Jährlich besuchten Dirk und ich die Country Music Award Gala eine Veranstaltung, in der deutsche Künstler aus der Country Musik Szene für ihre Erfolge ausgezeichnet wurden.
00:14:06: Diese Gala fand anfangs in Dresden statt und wurde später nach Erford verlagert.
00:14:12: Der MDR zeichnete diese Gala auf und kurze Zeit später wurde diese Sendung ausgestrahlt.
00:14:19: Der Moderator war damals Uwe Hübner, der auch die ZDF-Hit-Barade moderierte.
00:14:23: Dirk berichtete auf seinem Online-Magazin über diese Gala, während ich die dazugehörenden Fotos lieferte.
00:14:30: In dieser Zeit lernten wir die Künstler persönlich kennen und es baute sich im Laufe der Jahre eine freundschaftliche Beziehung zu ihnen auf.
00:14:38: Da kam mir die Idee, lass uns doch eine Art Homestory starten.
00:14:43: Diese sah vor, die Countrystars bei sich zu Hause oder im Studio zu besuchen und sie zu intervieren.
00:14:50: Nette Fotos rundeten die Homestory ab, so der Plan.
00:14:54: Dirk ließ eine mittlerweile hervorragenden Kontakte spielen und so konnten wir eine Reihe von Countrystars motivieren, für die Homestory zur Verfügung zu stehen.
00:15:02: Da gab es zum einen die Gruppe The Trang, eine damals aufstrebende Band, die es mit Bravur verstand, Songs von namenhaften Rock und Pop-Bands wie Pink Floyd, Die Purple für Collins oder aber in einer Art Nashville-Klang zu verwandeln, wie sie selbst sagten, zu kantrifizieren.
00:15:21: Und das taten sie bereits Jahre, bevor so eine namenhafte Band wie The Boss Hoss auf diesen Zug aufsprang.
00:15:27: Dann bekam die Redaktion von Dirk's Online-Magazin eine Einladung, Tom Astor in seinem Studio in Schmallenberg zu besuchen.
00:15:35: Und kurz Zeit später machten Dirk und ich uns auf dem Weg nach Nordrhein-Westfalen und hatten einen unvergesslichen Tag zusammen mit Tom verbringen dürfen, die ... Glasvitrine in seinem Studio war randvoll mit Auszeichnungen, die ihm im Laufe seiner jahrzehntelange Karriere verliehen wurden.
00:15:51: Also unter anderem die goldene Stimmgabe, goldener Trag und die goldene Schallplatte, die er für seinen Song Fliegjung Art dafür liegen bekam, durfte natürlich auch nicht fehlen und tronte majestätisch an der Wand.
00:16:05: Den Ritterschlag erhielten Dirk und ich, als uns Tom nach dem Interview zu sich nach Hause einloht.
00:16:11: Ein Indiz dafür, dass ihm der Tag zusammen mit uns sehr viel Spaß bereitete.
00:16:16: Unter den Top-Favoriten, die ich damals auf meiner Home-Story-Liste hatte, stand ganz oben eine Band, deren langjähriger Fan ich war und immer noch bin.
00:16:26: Ich spreche von der Gruppe Truckstop.
00:16:28: Sie sind und bleiben für mich die Cowboys der Nation, genauso wie der wilde Westengleich, hinter Hamburg anfängt.
00:16:34: Und im Jahr war es so weit, Dirk und ich besuchten die Band in ihrem Studio.
00:16:39: Nein, nicht in Maschen, sondern in Bendestorf, in der Nähe von Hamburg.
00:16:44: im Vox Klangstudio, dass es heute leider nicht mehr gibt.
00:16:48: Dort trafen wir die Jungs, als sie ihr neues Album einspielten.
00:16:53: Die große Pause nutzten wir dann für ein ausführliches Gespräch.
00:16:57: Auch diese Homestory wurde zu einem unvergesslichen Erlebnis für uns alle.
00:17:02: Stefan, ich glaube du ernst es bereits.
00:17:05: Ich stelle wieder einmal die alles entscheidende Frage.
00:17:08: Gibt es eine Homestory, die dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
00:17:13: Ja, und auch vor der Beantwortung deiner Frage und um welchen Künstler und seine Bände sich handelt, werde ich wieder einmal ein wenig ausholen, wenn du gestattest.
00:17:25: Das Interview, das ich mit dem Künstler und seiner Bände damals führte, sowie die Homestory, die ich verfasste, schrieb ich im Jahr zwei tausend sechs.
00:17:34: Und jetzt spulen wir mal zehn Jahre zurück.
00:17:37: Wir sind im Jahr neunzigzechsundneinzig angekommen.
00:17:40: Meine damalige Freundin und heutige Mutter unseres Sohnes spielte in ihrem Auto eine Kassette.
00:17:46: Ja, damals gab es noch Kassettendecks im Fahrzeug, deren Name des Künstlers und seiner Band zu dieser Zeit mir nicht bekannt war.
00:17:54: Aus heutiger Sicht mir unverständlich, aber damals war es so.
00:17:58: Eine deutschsprachige Countryband mit einem Sänger dessen Stimme und seine Texte.
00:18:04: mir sofort unter die Haut ging.
00:18:06: Wir hörten diese Kassette bei jeder Fahrt.
00:18:08: Mittlerweile konnte ich die Texte auswendig.
00:18:11: Das führte letzten Endes dazu, dass diese Kassette irgendwann anfängt zu leiern.
00:18:16: CDU oder MP-Dreihörer kennen dieses Problem einfach nicht.
00:18:19: Die Songs dieser Band und ihres Frontmanns wurden für uns quasi zu einer musikalischen Ersatzreligion.
00:18:26: Und jetzt spulen wir wieder zehn Jahre vorwärts ins Jahr.
00:18:31: Genau von diesem Künstler und seine Band bekam Dirk und ich eine Einladung zu sich nach Hause in den Nähe Berlins, um mit ihm einen Wochenende der besonderen Art zu verbringen.
00:18:42: Ich spreche von dem Unvergessenen und leider viel zu früh verstorbenen Larry Schuber und seiner Band Western Union.
00:18:48: Die ausgereierte Kassette fiel mir sofort wieder ein, als uns Larry vor seinem Haus begrüßte.
00:18:53: Und die Gespräche, die wir in gemütlicher Runde zusammen mit seinen Bandmitgliedern führten, waren für mich so inspirierend, dass ich die Homestory faktisch von allein schrieb.
00:19:05: Das mediterrane Ambiente, in der diese Gesprächsrunden stattfanden, also man stellt sich eine Art Hinterhof mit einem netten kleinen Swimmingpool, umgeben von Bäumen, Sträuchern und Blumen vor, war einfach traumhaft.
00:19:19: Und am Abend wurden Fackeln angezündet und dann erlebten Dirk und ich ein an Plackkonzert allerfeinster Güte.
00:19:26: Larry sang an diesem Abend eine feine Auswahl seiner Songs, instrumental von seinem Gitarresten Holger Bogen unterstützt.
00:19:34: wurde ein unvergesslicher Abend.
00:19:37: Und mit der Erinnerung an einen unvergesslichen Abend möchte ich mich ganz herzlich bei dir bedanken, dass du diesen kleinen Spaß meines Selbstinterviews angehört hast.
00:19:48: Ich hoffe, dass ich ein wenig dein Interesse wecken konnte, vielleicht auch die kommende Folge von Stefan zu vertalken, nicht zu verpassen.
00:19:56: Es würde mich sehr freuen, dich wieder bei mir begrüßen zu dürfen.
00:19:59: Um die musikalische Zeitreise abzurunnen, gibt es jetzt mein Auto, das Gitarrensolo, gespielt von meinem Sohn.
00:20:07: Los geht's!
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